Medienmarkt

Seit 1989 schreibe ich für verschiedene Kampfsportmagazine. Mein „Medienmarkt“ erscheint seit 1993 in Taekwondo aktuell. Dort stelle ich jeden Monat Bücher und Lehrfilme vor, die sich um die Themen Kampfsport, Kampfkunst und Selbstverteidigung drehen. Die interessantesten davon will ich euch hier vorstellen. Unterstützt den Medienmarkt, indem ihr alle eure Bestellungen über diesen Link tätigt. Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Stöbern!

Marc Sigle

Die Kunst des Krieges

Das Buch „Die Kunst des Krieges“ von Sunzi (Sun-Tzu) ist einer der großen Klassiker der Kampfkunst-Literatur. Geschrieben wurde es vor circa 2500 Jahren von einem chinesischen Militärstrategen. Die erste Version, die ich vor über 30 Jahren gelesen habe, war von Thomas Cleary bearbeitet und kommentiert. Der deutsche Titel ist „Wahrhaft siegt, wer nicht kämpft“ (ISBN 3 7626 0384 7). Darin finden sich die einzelnen Kapitel, die später von unterschiedlichen chinesischen Autoren kommentiert wurden. Auch heute noch finde ich es mühsam, daraus wertvolle Erkenntnisse zu ziehen.

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Leichter geht das bei der Comic-Ausgabe in englischer Sprache von Pete Katz. Der Text ist inhaltlich der Selbe, doch ist jeder Abschnitt farbig illustriert und bon einer begleitenden Story umrahmt. Dieses Buch regt dazu an, sich intensiver mit dem Wer zu beschäftigen.

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Also geht es weiter mit Karen McCreadies Ausgabe, die mit „52 brilliante Ideen für Ihr Business“ untertitelt ist (ISBN 978-3-86936-059-1). Hier gibt es zu jedem Kapitel von Sunzi ein Beispiel,aus der Wirtschaft. Egal, welche Ausgabe, die Kunst des Krieges sollte jeder kennen, der sich intensiv mit den Kampfkünsten beschäftigt.

Die Hintergründe des Tang Soo Do

Die philosophischen und religiösen Grundlagen des Tang Soo Do beschreibt Hwang Kee in dem 1993 erschienenen Buch „Moo Do Chul Hahk“. Jetzt ist die vom Sohn des Autors überarbeitete zweite Auflage in englischer Sprache erschienen. Darin beschreibt der Autor auch die Entwicklung des eng mit dem Taekwondo verwandten Stils und die Schwierigkeiten bei dessen Verbreitung vor allem in den sechziger Jahren. Der ursprüngliche Text behandelt viele Aspekte der Kampfkunst-Philosophie, Werte, Charakterschulung und Religion so ausführlich wie in kaum einem anderen Werk. Dabei teilt Hwang Kee auch einige seiner persönlichen Ansichten. So ist das Buch ein Meilenstein in der Geschichte der koreanischen Kampfkünste.

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Die Opium-Kriege und ihre Folgen

Eines der eindrucksvollsten Bücher des letzten Jahres war für mich „Das Reich der Mitte – der große China-Roman“ von Edward Rutherfurd (ISBN-13  :  978-3426282748). Es beginnt damit, dass der chinesische Kaiser den Handel mit Opium verbietet, was den vornehmlich englischen Händlern missfällt. Es kommt zum ersten Opium-Krieg, in dem die Briten China eine herbe Niederlage bescheren, die das uralte Kaiserreich für immer verändern sollte. Von den Konflikten des neunzehnten Jahrhunderts über Maos Kulturrevolution bis in die Gegenwart, von Shanghai über Peking und die Chinesische Mauer spannt der Autor eine große Geschichte über Glücksritter, Abenteurer, Gewinner und Verlierer, über den Aufstieg und Fall eines großen Kaiserreichs und den andauernden Konflikt zwischen Kulturen, Traditionen und Weltmächten.

Nach der Lektüre von Edward Rutherfurds historischem Roman sind viele Punkte der chinesischen Geschichte klarer und verständlicher.

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Lexikon der Kenpo-Formen
Lee Wedlake, einer der höchsten Kenpo-Karate-Lehrer der Welt, hat bereits mehrere Bücher in englischer Sprache über das von Ed Parker entwickelte System geschrieben. Sein Buch „Kenpo 201“ ist 2012 auch in deutscher Sprache erschienen, inzwischen aber nur noch bei mir direkt erhältlich. Sein neuntes Buch „The Kenpo Compendium“ ist seit Anfang des Jahres gedruckt und als E-Book zu haben. Es ist eine Zusammenfassung seiner Bücher Kenpo 101 bis 601 und beschreibt neben allgemeinen Informationen und Hintergründen über das System alle Formen und Sets. So ist es ein wertvoller Begleiter für alle Kenpoisten und eine wichtige Informationsquelle für alle, die sich mit dem American Kenpo beschäftigen. Neu sind neben dem Kapitel über die Sets die Abschnitte über die Formen Sieben und Acht – sie enthalten viele Informationen, die bisher nicht veröffentlicht wurden. Wer sich nur ein einziges Buch über American Kenpo kaufen möchte, sollte dieses nehmen.

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Hebeltechniken besser verstehen
Hebeltechniken finden sich in den Selbstverteidigungsprogrammen vieler Kampfkunstschulen. Da sie vom Grundsatz her nicht zum Taekwondo gehören, werden sie meist nebenher gelehrt, wenn es darum geht, Schüler auf die nächste Gürtelprüfung vorzubereiten. Um die den Hebeltechniken zugrunde liegenden Prinzipien besser verständlich zu machen, hat Dieter Knüttel, einer der weltweit höchstgraduierten Experten der philippinischen Kampfkünste, zwei Lehrfilme produziert, die bei www.Abanico.de als DVD oder Download bestellt werden können.
In Hebeltechniken 1 erklärt und demonstriert Knüttel Grundlagen, die beim Hebeltraining beachtet werden müssen. Zum Beispiel den geschlossenen Kreis – versucht ein Kampfkünstler, seinen Partner mit einem Arm zu Hebeln, kann dieser oft ausweichen oder die Kraft wird nicht richtig übertragen. Bringt der Ausführende aber beide Hände zusammen und übt dann Druck aus, ist die Wirkung deutlich größer. Damit einher geht die Regel, den maximalen Hebelarm einzusetzen. Der Autor spricht dann über Wiederlager und Gegendruck sowie darüber, wie man ein Gefühl dafür bekommt, wann ein Hebel richtig wirkt – grundsätzlich sollten wir im Training unsere Partner ja nicht verletzen. Generell unterscheidet man Streckhebel, die ein Scharniergelenk überdehnen, Drehhebel, Beugehebel und Kipphebel.
Nach der Erklärung dieser Grundprinzipien demonstriert Knüttel auf DVD 1 verschiedene Möglichkeiten, Fingerhebel und Handgelenkhebel einzusetzen. Dabei reiht er nicht einfach verschiedene Hebel aneinander, sondern erklärt und zeigt, was die verschiedenen Prinzipien in der Praxis bedeuten und wie man überhaupt in die Position kommt, seinen Gegner zu verhebeln. Wertvoll sind auch die Tipps, wie sich Hebel mit Kugelschreibern, Schlüsseln oder Stöcken verstärken lassen.
https://youtu.be/dG5WFqOJ46Q

Inspiration für Kampfkunst-Lehrer
Dave Kovar ist einer der erfolgreichsten professionellen Kampfkunstlehrer Amerikas. Seit Jahren schreibt  er in der amerikanischen Branchenzeitschrift „MA Success“ die Kolumne „In the classroom“. Außerdem bietet er ein Online-Coaching-Programm für Sportschul-Betreiber an. Unter dem Titel Brief Moments of Clarity   hat er jetzt seine Kolumnen in einem Buch zusammengefasst. Darin geht es vor allem darum, eine positive Lebenseinstellung zu erreichen, aber auch um  Bescheidenheit, den Umgang mit Ärger, Dankbarkeit und Fitness.Im Bonus-Kapitel „Mastery Mindset“ stellt der Autor Affirmationen vor, die nicht nur Kampfkunst-Lehrern helfen, sich selbst immer wieder zu motivieren. Zum Beispiel: „Diese Herausforderung macht mich stärker“, oder: „Ich kann für so vieles dankbar sein“.  Außerdem beinhaltet es Kovars Programm „Healthy eating challenge“, das den Lesern helfen kann, sich gesünder zu ernähren. So bietet „Brief Moments of Clarity“ eine Menge wertvollen Inhalt zu einem sehr günstigen Preis.

Karate mit Ki
Osamu Aoki, ein hochgraduierter Karate-Meister, stellte Mitte der neunziger Jahre ein System vor, das er „Bio-Energy“ nannte. Ich weiß noch, wie ich beeindruckt in der Halle stand und zusah, wie er seine Partner kontrollierte, ohne sie zu berühren. Ich wusste nicht, ob ich das, was ich da sah, für sehr beeindruckend halten oder als Scharlatanerie abtun sollte. Doch irgendwie begann ich mit der Zeit, an „Ki“ zu glauben.

Petra Schmidt, eine frühere Schülerin Aokis, hat ein Buch über die Philosophie von Ki, Karate und Kampfkunst  geschrieben, in der sie erklärt, wie „Ki-Karate“ funktioniert. Wobei man Ki natürlich nicht begreifen, sondern nur erfahren kann. Neben den theoretischen Aspekten beschreibt die Autorin auch einige Übungen, die jeder in sein eigenes Kampfkunsttraining einbeziehen kann. Dadurch wird eure Kampfkunst lebendiger, authentischer und gesünder. „Ki-Karate“ ist ein einzigartiges Buch für alle, die nach dem tieferen Sinn ihrer Kampfkunst suchen.

Wer selbst mit dem Ki-Training beginnen will, dem sei das Buch „Ki-Karate – Vorbereitung, Ki-Übungen, Karate-Techniken“ von Petra Schmidt und Tanja Mayer empfohlen. Darin beschreiben die Autorinnen zahlreiche Übungen, die jeder in sein eigenes Kampfkunsttraining einbeziehen kann. Dadurch wird die eigene Kampfkunst lebendiger, authentischer und gesünder. Die Übungen erinnern an das Qigong, jedoch stellen die Autorinnen sehr anschaulich den Zusammenhang mit den wichtigsten Karate-Grundtechniken dar. „Ki-Karate“ ist ein einzigartiges Buch für alle, die nach dem tieferen Sinn ihrer Kampfkunst suchen und bereichert sicher auch das Training von fortgeschrittenen Kampfkünstlern aller Stilrichtungen.

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Tolle Lektionen von einem Pionier des Taekwon-Do

Großmeister Jhoon Rhee ist ein beeindruckender Mann. In den fünfziger Jahren kam er aus Korea in die USA, um zu studieren. Sehr früh konzentrierte er sich jedoch auf die Verbreitung des Taekwondo in den Vereinigten Staaten. Er unterrichtete Kongressabgeordnete und die Boxlegende Muhammad Ali und führte Ende der achtziger Jahre Taekwondo in der Sowjetunion ein. Inzwischen ist Jhoon Rhee über achtzig Jahre alt und überzeugt durch seine ausgezeichnete körperliche Verfassung. Das kommt nicht von ungefähr, macht er doch täglich immer noch 1000 Liegestütze. Doch Jhoon Rhee geht es seit langem schon um mehr als nur die körperliche Seite der Kampfkunst – er sieht sie als Weg zu Frieden und Harmonie zwischen den Völkern. Seine Philosophie, die er in seinem gleichnamigen Buch (ISBN 978-0-9817838-3-3) nennt er „Trutopia“. Ihm geht es darum, als Vorbild zu führen, und dafür brauche es Disziplin. Im ersten Teil von „Trutopia“ beschreibt der US-Kongressabgeordnete Toby Roth 21 „Wunder“, die Jhoon Rhee vollbracht hat. Wobei „Wunder“ hier anders definiert werden als in der katholischen Kirche. Beschrieben wird hier Rhees Einfluss bei der Verbreitung des Taekwondo in den USA, die Einführung der Sicherheitsausrüstung im Kampfsport und sein Vortrag bei den Vereinten Nationen im Jahr 2007. Eine Aufnahme dieses Vortrags liegt dem Buch als DVD bei. Darin geht es um die Fähigkeiten eines guten Kampfkünstlers und wie sie sich im Alltag umsetzen lassen: Geschwindigkeit und Aufmerksamkeit, Ausdauer, Timing und Pünktlichkeit, Kraft und Wissen, Gleichgewicht und Vernunft, Flexibilität, Haltung und Ehrlichkeit. Diese Parallelen beschreibt Großmeister Rhee ausfürlich in seinem Buch, da sie den Kern seiner Philosophie bilden. Daher ist „Trutopia“ nicht nur eine interessante Lektüre für Freunde der Kampfkunst, sondern eine Bereicherung jeder Kampfkunst-Unterrichtseinheit. Rhees Ziel, 100 Jahre Weisheit in dem Körper eines 21-Jährigen zu haben, motiviert dazu, sich selbst geistig und körperlich in Form zu halten.

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Neue DVD-Serie
Patrick McCarthy ist DER weltweit führende Kampfkunst-Historiker. Nachdem er bereits im Winter eine siebenteilige DVD-Serie veröffentlicht hat, sind nun drei weitere DVD-Serien mit jeweils drei Teilen erschienen. Die erste Serie behandelt die Kata „Tsukinaka“, eine Form aus dem Stil des weißen Kranichs, die aus Süd-China stammt. McCarthy analysiert die Form in gewohnter Manier und informiert ausführlich über die Hintergründe der Form, die als eine der Quellen für die Entwicklung des Karate im 20. Jahrhundert betrachtet werden kann. Darüber hinaus zeigt der Autor zahlreiche effetive Anwendungsmöglichkeiten, die sich stark von dem, was allgemein gelehrt wird, unterscheiden. Zu beziehen sind die neuen DVDs über www.Koryu-Uchinadi.com

https://youtu.be/r6PK1NSQf2c
Wie ein Verband die Kampfkunst-Geschichte verändert hat
Der „Dai Nippon Butoku Kai“ war von 100 Jahren die wichtigste Kampfkunst-Institution Japans. Hier wurde entschieden, welche Kampfkunst und welcher Meister offiziell anerkannt wurde. Patrick McCarthy spricht auf seiner neuen DVD, die den gleichen Namen trägt, über den Einfluss, den diese Organisation hatte. Als Gichin Funakoshi 1921 von Okinawa nach Japan kam und dort sein Karate verbreiten wollte, musste er eine Reihe von Anforderungen erfüllen. Zum Beispiel musste er eine offizielle Trainingskleidung einführen – zuvor trainierten die Kampfkünstler auf Okinawa in ihrer Alltagskleidung oder mit freiem Oberkörper. Erst Funakoshi führte den weißen Anzug (Do-Gi) nach dem Vorbild der Judoka ein. Alls nächstes musste ein Graduierungs-System her. Auch hier bediente er sich beim Judo. Beide Elemente wurden in der Folge von vielen Kampfkünsten auf der ganzen Welt übernommen, selbst wenn sie ihren japanischen Ursprung nicht wahrhaben wollen. Das Wettkampf-System ist ein weiterer Punkt, der stark von den Vorgaben des Butoku-Kai beeinflusst wurde. Ähnlich wie beim Kendo und Judo ging es im Karate lange darum, einen „Ippon“, einen vollen Punkt zu erzielen. Dieser wird vergeben, wenn eine Technik theoretisch eine tödliche Wirkung haben könnte. Erst vor wenigen Jahren wurde das Drei-Punkt-System eingeführt. Patrick McCarthy ist der führende Kampfkunst-Historiker in der westlichen Welt – seinen Ausführungen zuzuhören ist immer spannend. Einen Trailer gibt es hier:
https://youtu.be/BDXq-k8uGuY

Selbstverteidigung mit Kugelschreiber und Taschenlampe

Der in den USA lebende Kampfkunstlehrer Tak Kubota hat in den siebziger Jahren den Kubota entwickelt, einen kleinen Stab von der große eines Filzstifts, der sich ser effektiv zur Selbstverteidigung einsetzen lässt. Meist werden Kobotan auch als Schlüsselanhänger verwendet, ein stabiler Kugelschreiber oder eine kleine Taschenlampe lassen sich jedoch genauso verwenden. Andreas Güttner hat jetzt eine DVD veröffentlicht, auf der er zeigt, wie man sich mit einem Kubota effektiv verteidigen kann (erhältlich bei www.Budo-Filme.de). Denn mit etwas Übung kann man damit nicht nur kräftiger zuschlagen, sondern auch Hebel verstärken und gezielt Druck auf schmerzhafte Stellen ausüben. Gezeigt werden auf der DVD verschiedene Griffhaltungen, Angriffswinkel und Abwehrkombinationen. Dabei werden Techniken gegen Angriffe mit und ohne Kontakt, Griffansätze und Angriffe mit dem Stock gezeigt. Die DVD ist sowohl für Laien geeignet, die schnell lernen wollen, sich zu verteidigen, als auch für Kampfkunst-Lehrer. Letztere können mit Kubotan-Kompakt-Seminaren Menschen ansprechen, die sonst nicht in eine Kampfsport-Schule kommen würden.
https://youtu.be/yUaoKrlbFpE
https://youtu.be/TYVHrAZdLK4

Vitalpunkt-Methoden der alten Meister
Über das Kyusho-Jitsu, den Einsatz empfindlicher Punkte am menschlichen Körper, wurde in den letzten Jahren auch in deutscher Sprache viel geschrieben. Jetzt hat Fritz Oblinger unter dem Titel „Die Vitalpunktmethoden der alten Meister“ im Palisander-Verlag ein neues Buch veröffentlicht. Darin fasst er die wichtigsten Theorien, die dem Kyusho-Jitsu oder Dim-Mak zugrunde liegen, zusammen. Vieles davon stammt aus der chinesischen Medizin. Die geht davon aus, dass „Ki“, eine nicht nachweisbare Energie, durch mehrere Kanäle (Meridiane) im menschlichen Körper fließt. Wird dieser Fluss gebremst oder zu stark beschleunigt, kann dies Unwohlsein, Bewusstlosigkeit oder chronische Krankheiten zur Folge haben. Um dies zu erreichen – oder zu kurieren, müssen mehrere Punkte aktiviert werden. Punkte können anhand der Yin-Yang-Theorie oder der Theorie der fünf Elemente verknüpft werden. Im Hauptteil des Buches wird gezeigt, wie die wichtigsten Punkte aktiviert werden können – und am Ende des Buches darf auch ein Abschnitt über die Wiederbelebung nicht fehlen.
Die Prüfungsordnung für Kyusho-Jitsu im DKV bis zum 7. Dan rundet das Buch ab.

Poomsae in Anwendung
In den letzten Jahren beschäftigen sich immer mehr Kampfkünstler mit Anwendungsmöglichkeiten von traditionellen Formen. Zahlreiche Karate-Meister haben darüber bereits Bücher und DVDs veröffentlicht, doch aus dem Taekwondo gab es darüber bislang so gut wie nichts. Das neu erschienene Buch „KTA Taekwondo Poomsae Application“ (ISBN 978-89-97617-04-3, erhältlich bei Taekwondo aktuell) schließt diese Lücke. Auf über 300 Seiten beschreiben die Autoren Grundtechniken, Drills, Formen-Sequenzen und deren Anwendung in Wort und Bild. Außerdem ist jede Form auf einer Seite übersichtlich dargestellt – das Buch ist also gleichzeitig ein Nachschlagewerk für Poomsae. Doch damit nicht genug: Auf vielen Seiten im Buch befinden sich QR-Codes. Wenn diese mit einem Smartphone gescannt werden, öffnen sich Videos, in denen die Sequenzen nochmals im Detail demonstriert werden. So ist „KTA Taekwondo Poomsae Application“ ein komplettes Multimedia-Paket, das man einfach gesehen haben muss – so sieht die Zukunft aus!

Vom Zweikampf
Vor 30 Jahren ist ein Buch erschienen, dass damals die Kampfkunst-Szene in Deutschland in Aufruhr versetzen sollte. Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich das Buch in der Schule unter der Bank versteckt gelesen habe. In „Vom Zweikampf“ schreibt Keith Kernspecht über Strategie, Taktik, Physiologie, Psychologie, Philosophie und Geschichte der waffenlosen Selbstverteidigung. Er beginnt damit, die Fehler und Lücken verschiedener Kampfkünste aufzuzeigen, bevor er dann Wing Tun als Universallösung anpreist. Schließlich sei dem Gründer des modernen Karate zufolge das höchste Ziel des Karate ja auch nicht der Sieg, sondern die Perfektion des Charakters. Im Wing Tun gehe es dagegen nur um die effektive Selbstverteidigung. Damit traf der Autor einen empfindlichen Nerv und sein System erfreute sich über großen Zulauf. Sehr interessant finde ich heute seine Ansichten über das Verhältnis zwischen Lehrer und Schüler und das Erlernen einer Kampfkunst im Allgemeinen. Die gezeigten Techniken sind allerdings aus dem Buch kaum nachvollziehbar – Wing Tsun ist ein System, das man wirklich nur im Kontakt mit einem Lehrer kennenlernen kann – man muss es spüren.

Kämpfen mit dem Stock

Die philippinischen Kampfkünste haben in den vergangenen zwei Jahrzehnten in Deutschland stark an Popularität gewonnen. Michael Timmermann und Jörn Tiedge, zwei Schüler der ersten Generation von Kung-Fu-Legende Al Dacascos, haben schon in den sienziger Jahren angefangen, mit kurzen Stöcken zu kämpfen. Das von ihnen unterrichtete System beschreiben sie in dem Buch Eskrima V.G.T.-Arnis – Stickfighting. Die Autoren demonstrieren Basis-Schläge und Kombinationen mit einem und zwei Stöcken, Entwaffnungstechniken sowie eine Stockform, außerdem Techniken mit und gegen Messer. So ist das Eskrimabook nicht nur für Einsteiger, sondern auch für Fortgeschrittene geeignet, die ihr Wissen über die philippinischen Kampfkünste erweitern wollen. Die gezeigten Techniken sind gut nachvollziehbar, so dass sie sich auch gut im eigenen Dojo üben lassen. Denn Kampfsportbücher und Filme gibt es viele, aus allen lassen sich einzelne Ideen und Aspekte herausziehen. Manchmal lohnt es sich aber auch, sich länger mit einem einzelnen buch oder Film zu beschäftigen.

Portrait eines großen Kämpfers

Benny „The Jet“ Urquidez gilt als einer der besten Vollkontakt-Kickboxer aller Zeiten. In den achtziger Jahren war der Amerikaner in Japan so populär, dass es dort sogar eine eigene Comic-Serie über ihn gab. Damals betrieb er in Los Angeles das legendäre „Jet-Center“, ein großes Kampfsport-Gym mit Fitness-Abteilung, Dampfbad, Whirlpool und so weiter. Bis er sich mit 42 vom aktiven Wettkampf zurückzog, war er 27 Jahre lang ungeschlagen. Tom Bleecker hat in diesem Jahr eine neue Biografie über „The Jet“ (ISBN 978-0-9653132-3-0) veröffentlicht. Darin beschreibt er seine Karriere, vom Beginn seines Trainings im Kindesalter über die ersten Turniererfolge, seine großen Titelkämpfe, den Aufstieg und Niedergang des Jet-Centers bis hin zu seiner Arbeit in Hollywood. Benny Urquidez persönlicher Stil, den er Ukidokan nennt, ist eine Mischung aus Shotokan-Karate, Kenpo und Kickboxen. Genaueres darüber findet sich in seinem Buch „Karate Dynamics“, das er Anfang der neunziger Jahre veröffentlicht hat. „The Jet“ ist eine Ikone des modernen Kampfsports, seine Biografie eine Inspiration für jüngere Generationen. Denn wer in die Fußstapfen der Großen treten will, sollte nah bei ihnen bleiben.

Tiefe Einblicke in das Tang Soo Do

Die koreanische Kampfkunst Tang Soo Do ist eng mit dem Taekwondo verwandt. Hwang Kee gründete diesen Stil in den fünfziger Jahren und orientierte sich, wie auch Chor Hong-Hi bei der Gründung des Taekwon-Do, eng am Shotokan-Karate dieser Zeit. Während Choi wenig später seine eigenen Formen (Hyong, später Tul) entwickelt hat, behielt man im Tang Soo Do die Formen aus dem Karate bei, gab ihnen jedoch koreavisierte Namen. Einer der bekanntesten Vertreter dieses Stils war Jae Chul Shin, der erste Lehrer von Chuck Norris und Gründer der World Tang So Do Association. Shin hat eine sechsteilige  Buchreihe veröffentlicht, in der er die Techniken, Formen und Partnerübungen vorstellt, wie sie in seinem Verband trainiert werden. Im ersten Band (ISBN 978-0-9855903-4-5) geht es vor allem um die theoretischen Hintergründe, Geschichte, Philosophie, Prinzipien und Prüfungs-Voraussetzungen. Viel davon habe ich auch schon im großen Taekwon-Do-Buch von General Choi gesehen, die Abschnitte über den Zusammenhang zwischen den Kampfkünsten und der asiatischen Medizin sind jedoch sehr wertvoll. Das Buch ist hochwertig aufgemacht mit zahlreichen Farbbildern. Es hilft interessierten Taekwondoin, die Geschichte und Hintergründe ihrer Kampfkunst besser zu verstehen.

Das Healthy Mind Toolkit von Alice Boyes bietet verschiedene Werkzeuge und Strategien, die für Kampfkünstler von Nutzen sein können. Dazu gehören:

Klare Lebensziele definieren #ZieleSetzen
Emotionen genau benennen, um sie besser zu verarbeiten #EmotionsManagement
Sich mit den richtigen Menschen umgeben, um von deren Erfolgen und Misserfolgen zu lernen #NetzwerkAufbauen
Langsam atmen, um sich zu beruhigen #Atemtechniken
Vorurteile und Urteile vermeiden #BiasReduktion
Kreativ und außerhalb der Tradition denken #OutOfTheBox
Verhaltensmuster ändern, um die Denkweise zu verändern #Verhaltensänderung
Selbstzerstörerische Gewohnheiten loswerden #Selbstoptimierung
Durch die Anwendung dieser Techniken können Kampfkünstler ihr allgemeines mentales und emotionales Wohlbefinden verbessern, was wiederum ihre Leistungen in der Praxis und im Wettbewerb ihrer gewählten Kampfkunst erhöhen kann.

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„Bushido“ heißt „Weg des Kriegers“ und steht für die moralischen und ethischen Grundsätze der Samurai. Es geht darum, sich selbst und andere zu respektieren, Tapferkeit und Ehre zu zeigen und das eigene Leben im Dienste anderer zu geben.

Bei Bushido,Esslingen konzentrieren wir uns auf die Vermittlung dieser Werte. Die Schüler lernen nicht nur, wie man kämpft, sondern auch, wie man sich in verschiedenen Situationen richtig verhält und welche Einstellungen man haben sollte, um erfolgreich zu sein.

Ein wichtiger Aspekt des Bushido ist die Entwicklung von guten Gewohnheiten. Der Autor des Buches „Die 1-Prozent-Methode“ betont, dass jede Veränderung, die man in seinem Leben machen möchte, mit einer einzigen, kleinen Entscheidung beginnt. Es ist nicht wichtig, wann oder wo man anfängt, sondern dass man durchhält und immer wieder daran arbeitet.

Um gute Gewohnheiten zu entwickeln, empfiehlt der Autor, klare visuelle Signale zu nutzen, um sich an sie zu erinnern und sie leichter auszuführen. Es ist auch wichtig, regelmäßig zu üben, um die Gewohnheiten zu verinnerlichen. Es kommt nicht darauf an, wie lange man etwas schon tut, sondern wie oft man es wiederholt.

Eine weitere wichtige Erkenntnis des Buches ist, dass die Wahl der Gewohnheiten einen großen Einfluss auf das eigene Leben hat. Gute Gewohnheiten führen zu mehr Erfolg und Akzeptanz bei anderen, während schlechte Gewohnheiten Stress und Unzufriedenheit verursachen. Deshalb sollte man sich bemühen, schlechte Gewohnheiten abzulegen und stattdessen gute zu entwickeln.

Eine Technik, die hilft, neue Gewohnheiten zu etablieren, ist das „Stapeln“ von Gewohnheiten. Dabei verbindet man eine neue Gewohnheit mit einer, die man schon hat und führt sie immer zusammen aus. So wird die neue Gewohnheit leichter zu einem festen Bestandteil des Alltags.

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Chuck Norris‘ Philosophie

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Die Philosophie der Kampfkünste hat mich schon immer besonders interessiert. Deshalb haben mich auch vor allem die Kampfkünstler besonders beeindruckt und geprägt, die nicht nur gut treten und schlagen konnten. Zum Beispiel Chuck Norris. Der hat schließlich auch schon bis unendlich gezählt – zwei Mal! Nein, Spaß beiseite. Chuck Norris fand ich schon als in den achtziger Jahren cool, als ich noch ein Teenie war. Erstmal vor allem wegen seiner Filme. Er verkörperte die perfekte Mischung zwischen einem Kampfkünstler und einem Westernhelden.

1988 ist dann seine erste Autobiografie „The secret of inner strength“ erschienen, die er zusammen mit Joe Hyams geschrieben hat. Darin erzählt er seine Geschichte, von der Kindheit im Mittleren Westen der USA, der Zeit in der Armee, wo er mit Tang Soo Do begonnen hat, seiner Wettkampf-Karriere und den Einstieg beim Film. Auf den letzten Seiten gibt er jungen Wettkämpfern Tipps, die nicht nur in Karate-Wettkämpfen zum Erfolg führen:

  • Sei in bestmöglicher körperlicher Verfassung
  • Stelle dir Erfolge vor deinem inneren Auge vor
  • Glaube daran, dass du gewinnen kannst
  • Kontrolliere deine Atmung
  • Schalte Stressfaktoren aus
  • Learn aus deinen Fehlern
  • Setze dir realistische Ziele
  • Mache deine Hausaufgaben – übe deine Techniken und analysiere die Stärken deiner Gegner
  • Bleibe cool

Außerdem beschreibt Norris seinen „Code of ethics“, seine persönlichen zwölf Gebote – damit beeindruckt er mich mehr, als mit seinem Roundhouse-Kick.

Vielleicht war Chuck Norris’ Buch die Grundlage für unsere werteorientierte Unterrichts-Philosophie bei Bushido Esslingen.

SenseisWortzumSonntag #HoldirdenKick

Die „Gute-Laune-Fragen

Wäre es nicht toll, wenn wir unsere Laune wie auf Knopfdruck verbessern könnten – und dazu vielleicht sogar noch ein Lächeln auf das Gesicht unserer Mitmenschen zaubern? Das geht ganz einfach, wir müssen nur die richtigen Fragen stellen. Denn mal ganz ehrlich, wollen wir denn wirklich wissen, wie es jemandem geht, wenn wir ihn danach fragen? Da fragen wir doch lieber, worauf sich unser Gegenüber heute freut – oder wofür wir heute dankbar sein können. So lenken wir unsere Aufmerksamkeit auf die positiven Dinge des Lebens – und das ist doch eine tolle Sache, oder?

Warum Viele schon im Kindergarten Karate lernen

Viele Kinder fangen schon im Kindergarten mit Karate an – und das hat gute Gründe:

  • Vor dem Schulanfang sollten Kinder ihre körperlichen und koordinativen Fähigkeiten stärken. Aus dem Kinderturnen kennt man den Hindernis-Parcours für Kinder, doch im Karate bei Bushido Esslingen gehen wir weiter: Unsere Übungen verbessern gezielt die Rechts-/Links-Koordination und helfen Kindern so, ihre beiden Gehirnhälften zu synchronisieren.
  • Bei Bushido Esslingen lernen Kinder wichtige Sicherheitsregeln, bevor sie in die Schule kommen: Wer ist fremd? Wen frage ich, wenn ich Hilfe brauche? Und wie verhalte ich mich, wenn mich Erwachsene ansprechen? Diese Sicherheitsregeln basieren auf dem Powerkids-Programm, das in Zusammenarbeit mit dem Polizeipräsidium Reutlingen erarbeitet wurde. Unsere Karate-Lehrer sind ausgebildete Powerkids-Trainer.
  • Bevor ein Kind in die Grundschule kommt, sollten es schon gewisse Sozialkompetenzen erlernt haben. Anstehen und Aufräumen kennen die Kinder auch schon aus dem Kindergarten oder dem Kinderturnen, doch nur im Karate  üben wir mit Kindern schon im Kindergarten-Alter, sich und ihren Körper zu beherrschen. Sie lernen, ihre Kicks und Handtechniken kurz vor dem Ziel abzustoppen, damit sie ihre Trainingspartner nicht verletzen.
  • Karate-Grundtechniken und Kombinationen üben Kinder bei Bushido Esslingen zu Musik. Das sorgt dafür, das alle ihre Techniken im gleichen Tempo ausführen und verbessert das Taktgefühl, was den Kindern nach der Einschulung zu Gute kommt.

Aus diesen Gründen arbeiten wir eng mit mehreren privaten Kindergärten in Esslingen, Ostfildern und Stuttgart zusammen.

Vereinbaren Sie noch heute den ersten Unterrichtstermin für Ihr Kind per Email an info@Karate-Esslingen.de oder unter 0711-352848

„Stopp, ich will nicht mit dir streiten!“

Wenn wir uns verteidigen, sollten wir dafür keinen Ärger bekommen.

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Karate für Dreijährige

Bei Bushido Esslingen bieten wir schon Karate-Unterricht für Kinder ab drei Jahren an. Warum wir das tun, sehen Sie hier:

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Sicherheits-Tipp: Verteidigung gegen Horror-Clowns

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Grusel-Clowns – als Clowns verkleidete Menschen, die andere mit Baseballschlägern oder Messern erschrecken und manchmal sogar angreifen, sind zurzeit in aller Munde. Der Trend kommt aus Amerika, in Deutschland gab es bisher glücklicherweise nur wenige Fälle. Dennoch hat die Polizei zu diesem Thema bereits Sicherheits-Hinweise herausgegeben. Wie in jeder Gefahrensituation rät die Polizei, dem vermeintlichen Clown aus dem Weg zu gehen und ihn nicht zu provozieren. Wer verfoglt wird oder sich bedroht fühlt, soll in jedem Fall die Polizei rufen, denn auch schon das absichtliche Erschrecken anderer Menschen kann schon strafbar sein.

Doch nicht jeder, der eine Horror-Verkleidung trägt, hat unbedingt Böses im Sinn. Schließlich ist am Montag Halloween, und da ziehen immer mehr Kinder verkleidet durch die Straßen und „fordern „Süßes sonst gibt es Saures“. Wo sie nichts bekommen, spielen Sie den Hausbewohnern einen harmlosen Streich – für Kinder ein großer Spaß. Bei all dem Spaß sollten Kinder und Eltern aber vor allem in diesem Jahr den Sicherheitsaspekt nicht außer Acht lassen“, sagt der Esslinger Kampfkunst- und Selbstverteidigungslehrer Marc Sigle: „Wichtig ist, dass sich auch Kinder und Jugendliche darüber im Klaren sind, wo der Spaß aufhört. Andere zu verletzen und Dinge kaputt zu machen sind genauso tabu, wie Eier an Hauswände zu werfen.“
Aus Sicherheitsgründen sollten die Kinder auch nicht alleine auf Tour und keinesfalls in fremde Häuser gehen. Oft stellt sich auch die Frage, wer denn alles „fremd“ ist: „Fremd ist nicht nur der, den man nicht kennt, sondern jeder, der nicht zu euren engsten Vertrauenspersonen zählt“, sagt Sigle regelmäßig seinen Schülern bei Bushido Esslingen. Auf ihrem Weg sollten die Kinder in gut beleuchteten Gegenden bleiben. Abkürzungen durch Gärten, Wälder oder durch die Weinberge sind tabu. Auch dürfen die Kinder auf keinen Fall zu Fremden ins Auto steigen. 
Kleinere Kinder sollten nur in Begleitung von Erwachsenen oder größeren Kindern losziehen.
Ein weiterer Tipp: Die Kostüme dürfen die Kinder beim Laufen nicht behindern. Reflektierende Streifen auf den Kostümen stellen sicher, dass die Kinder auch von Autofahrern gut gesehen werden. Sigle rät außerdem, den Kindern eine Taschenlampe mit frischen Batterien mitzugeben. Auf ihrer Tour sollten die Kinder Schuhe tragen, in denen sie gut laufen können – auch wenn diese vielleicht nicht so gut zu den Kostümen passen.
Die Erwachsenen bittet Sigle, den Kindern aus hygienischen Gründen nur originalverpackte Süßigkeiten in ihre Sammeltüte zu stecken.
Nach dem Rundgang sollten Eltern die Beute ihrer Kinder kurz in Augenschein nehmen und so sicherstellen, dass die Kinder nur das essen, was ihnen nicht schadet. 
Denjenigen, die als Grusel-Clowns Angst und Schrecken verbreiten wollen, rät Sigle ebenfalls zur Vorsicht: „Wer andere – wenn auch nur zum Schein – angreift, muss damit rechnen, dass die sich auch verteidigen. Und da kann man schnell an den Falschen geraten.“
Die Karate-Schüler von Bushido Esslingen dürfen am Montag, 31.Oktober, verkleidet zum Unterricht kommen. Und Gäste, die die Karateschule in der Kollwitzstraße 8 (gegenüber DICK) besuchen, bekommen auch etwas Süßes.

Sicherheits-Tipp zu Halloween

Bushido Esslingen lädt Kinder zwischen fünf und acht Jahren am Samstag, 31. Oktober, um 9.30 Uhr zu einem Halloween-Training ein. Wer gut mitmacht, bekommt auch hier etwas Süßes, ohne mit „Saurem“ drohen zu müssen. Selbstverständlich dürfen die Kinder verkleidet kommen, wobei die Karate-Kids ihre Superhelden-Uniform - den Karate-Anzug - ja nicht nur an Halloween oder in der Fastnacht tragen. Melden Sie Ihr Kind noch heute zu einer Probestunde an.
Bushido Esslingen lädt Kinder zwischen fünf und acht Jahren am Samstag, 31. Oktober, um 9.30 Uhr zu einem Halloween-Training ein. Wer gut mitmacht, bekommt auch hier etwas Süßes, ohne mit „Saurem“ drohen zu müssen. Selbstverständlich dürfen die Kinder verkleidet kommen, wobei die Karate-Kids ihre Superhelden-Uniform – den Karate-Anzug – ja nicht nur an Halloween oder in der Fastnacht tragen. Melden Sie Ihr Kind noch heute zu einer Probestunde an.

Halloween – auch bei uns ziehen am Abend des 31. Oktober immer mehr Kinder verkleidet durch die Straßen und „fordern „Süßes sonst gibt es Saures“. Wo sie nichts bekommen, spielen Sie den Hausbewohnern einen harmlosen Streich – für Kinder ein großer Spaß. Bei all dem Spaß sollten Kinder und Eltern aber den Sicherheitsaspekt nicht außer Acht lassen“, sagt der Esslinger Selbstverteidigungstrainer Marc Sigle: So sollten die Kinder möglichst nicht alleine auf Tour und keinesfalls alleine in fremde Häuser gehen. Oft stellt sich auch die Frage, wer denn alles „fremd“ ist: „Fremd ist nicht nur der, den man nicht kennt, sondern jeder, der nicht zu euren engsten Vertrauenspersonen zählt“, sagt Sigle regelmäßig seinen Schülern bei Bushido Esslingen. Auf ihrem Weg sollten die Kinder in gut beleuchteten Gegenden bleiben. Abkürzungen durch Gärten, Wälder oder durch die Weinberge sind tabu. Auch dürfen die Kinder auf keinen Fall zu Fremden ins Auto steigen. 

Kleinere Kinder sollten nur in Begleitung von Erwachsenen oder größeren Kindern losziehen.
Ein weiterer Tipp: Die Kostüme dürfen die Kinder beim Laufen nicht behindern. Reflektierende Streifen auf den Kostümen stellen sicher, dass die Kinder auch von Autofahrern gut gesehen werden. Sigle rät außerdem, den Kindern eine Taschenlampe mit frischen Batterien mitzugeben. Auf ihrer Tour sollten die Kinder Schuhe tragen, in denen sie gut laufen können – auch wenn diese vielleicht nicht so gut zu den Kostümen passen. 
Die Erwachsenen bittet Sigle, den Kindern aus hygienischen Gründen nur originalverpackte Süßigkeiten in ihre Sammeltüte zu stecken.
Nach dem Rundgang sollten Eltern die Beute ihrer Kinder kurz in Augenschein nehmen und so sicherstellen, dass die Kinder nur das essen, was ihnen nicht schadet. 

Manche Kinder brauchen kein Karate – andere umso mehr!

Ist Ihr Kind ein Super-Talent? Sie wissen schon, eines von den Kindern, die alles können: Fußball spielen, rennen, turnen, Klavier spielen und so weiter. Wenn ja, dann wird ihr Kind sicher auch schnell Karate lernen. Vielleicht bewegt es sich schon in seiner ersten Unterrichtsstunde besser als manche Fortgeschrittenen. Solche Kinder sind die große Freude eines jeden Kampfkunstlehrers. Sie setzen die gezeigten Techniken schnell um und Ihnen beim Training zuzuschauen macht immer Spaß. Aber diese Kinder werden überall gut. Sie zu unterrichten, ist keine Kunst. Ihnen macht Karate Spaß, aber sie brauchen kein Karate. Diejenigen, die Karate wirklich brauchen, sind die Anderen. Die Kinder, die beim 50-Meter-Lauf als letzte ins Ziel kommen. Diejenigen, die erst dann in eine Fußball-Mannschaft gewählt werden, wenn kein anderer mehr übrig ist.

Diese Kinder brauchen den Kampfkunst-Unterricht, weil sie hier genau ihren Fähigkeiten und Bedürfnissen entsprechend gefördert werden. „Disziplin“ bedeutet hier, alles jedes Mal ein bisschen besser zu machen als beim letzten Mal. So lernen die Kinder, dass es nicht schlimm ist, wenn sie noch keinen Purzelbaum können oder wenn sie bei einer Dehnübung nicht mit den Fingern zu den Zehen kommen. Und sie lernen, nicht aufzugeben, vielleicht eine der wichtigsten Lektionen in den Kampfkünste. Schritt für Schritt blühen diese Kinder auf, gewinnen langsam Selbstsicherheit und den Respekt ihrer Mitschüler. Meist bleiben diese Schüler dem Karate länger treu, manche ein Leben lang. Sie werden Schwarzgurt-Träger, vielleicht sogar Lehrer. sie geben Karate weiter, weil sie wissen, wie sehr sie selbst von dem Kampfkunst-Training profitiert haben.